Sicherheit als oberste Priorität

Unsere Kunden und Verbraucher können sich darauf verlassen, dass unsere Produkte bei sachgerechter Anwendung sicher sind. Alle Rohstoffe sowie fertigen Produkte durchlaufen zahlreiche Prüfungen und Bewertungen, um bei Herstellung, Anwendung und Entsorgung ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und darüber hinausgehender Henkel-Standards sind die Basis dafür. Zudem wird für neue Produkte und Verfahren eine Sicherheits-Bewertung durchgeführt. Sie ist Grundlage für notwendige Vorsorgemaßnahmen und wird aktualisiert, sobald neue wissenschaftliche Daten verfügbar sind.

Umsetzung im Unternehmen

Die Einhaltung der konzernweit gültigen Vorgaben und Abläufe zur Produktsicherheit wird in regelmäßigen Audits überprüft. Die Unternehmensbereiche verantworten die Umsetzung der Produktsicherheit.

Grafik Umsetzung im Unternehmen

Gefährdungen identifizieren - Risiken bewerten

Um die Sicherheit von Produkten zu bewerten, muss in einem ersten Schritt untersucht werden, ob die Inhaltsstoffe des Produktes eine mögliche Gefährdung für Menschen und Umwelt darstellen: Hat ein Rohstoff schädliche Wirkungen, ist er zum Beispiel ätzend oder giftig? Dann wird in einem zweiten Schritt geklärt, in welchem Umfang Menschen und Umwelt diesem Stoff ausgesetzt sind: Die so genannte Exposition wird analysiert. In den meisten Fällen tritt eine schädliche Wirkung erst ab einer bestimmten Menge und Konzentration des fraglichen Stoffs auf. Erst die Zusammenführung der Ergebnisse beider Bewertungsschritte zu einer Gesamtbewertung des Risikos zeigt, ob ein Produkt im Rahmen seiner Anwendung sicher ist. Ein einfaches Beispiel: Essigsäure stellt eine mögliche Gefährdung dar, da sie in konzentrierter Form wegen ätzender Eigenschaften zu schweren Schäden führen kann. Wird sie allerdings verdünnt mit unserer Nahrung aufgenommen, besteht kein Risiko.

Grafik Gefährdungen

Bewertung der eingesetzten Stoffe

Der Einsatz von Stoffen mit bestimmten gefährlichen Eigenschaften ist von vornherein für manche Anwendungen ausgeschlossen. Andere Stoffe unterliegen strikten Henkel-internen Auflagen und Beschränkungen. In anderen Fällen arbeiten wir daran, die gesundheitliche Verträglichkeit durch die Entwicklung von alternativen Inhaltsstoffen weiter zu verbessern – zum Beispiel durch den Wechsel von lösemittel- zu wasserbasierten Rezepturen in unseren Konsumenten – und Kontaktklebstoffen.

Bewertung der Produkte

Das formulierte Produkt wird noch einmal einer Bewertung unterzogen. Die Eigenschaften der Einzelbestandteile, ihre Konzentration im Produkt und dessen Anwendungsbedingungen werden dabei beurteilt. Produkte, die für die Anwendung am Menschen bestimmt sind, werden zusätzlich dermatologisch geprüft. Abgestimmt darauf, ob es sich um einen Haushaltsartikel oder um ein von Fachkräften eingesetztes Industrieprodukt handelt, optimiert Henkel die erforderlichen Vorsorge- und Schutzmaßnahmen. Sie können von der Gestaltung der Verpackung über detaillierte Anwendungshinweise bis zum Austausch von Inhaltsstoffen eines Produkts reichen.

Kontinuierliche Beobachtung

Produktentwickler und Experten für Produktsicherheit beobachten die Produkte von Henkel kontinuierlich im Markt. Zum einen, um die gesammelten Erfahrungen in die Bewertungen einfließen zu lassen, zum anderen aber auch, um die Sicherheit der Produkte im Markt zu überwachen.

Kontrovers diskutierte Inhaltsstoffe

In der Öffentlichkeit kommt es immer wieder zu kontroversen Diskussionen über die Sicherheit chemischer Inhaltsstoffe in Produkten. Dabei werden die von den Stoffen ausgehenden Risiken von Wissenschaft und Öffentlichkeit häufig unterschiedlich beurteilt. Die Ursachen sind vielfältig: Oft wird von der Gefährdung, die von einem Stoff für Menschen und Umwelt ausgehen kann, direkt auf ein Risiko geschlossen, ohne die Exposition zu berücksichtigen. Henkel lehnt generelle Listen, die den Verzicht auf kontrovers diskutierte Inhaltsstoffe fordern, ab, da bei diesen die oben genannte Differenzierung zwischen Gefahr und Risiko oft nicht stattfindet. Diskussionen über Inhaltsstoffe sind für Henkel immer Anlass, die Bewertungen besonders sorgfältig zu prüfen. Dabei wird der Einsatz von Rohstoffen auf der Basis ihrer spezifischen Eigenschaften, ihrer Konzentration im Produkt und des jeweiligen Anwendungsbereichs bewertet.

Sicher in der Anwendung und gut beraten

Falls es trotz entsprechend gestalteter Verpackung und detaillierter Anwendungshinweise zu Fehlanwendungen oder Missgeschicken kommen sollte, steht Henkel seinen Kunden und Verbrauchern mit seinen Beratungsdiensten zur Verfügung. In der Düsseldorfer Henkel-Zentrale gehört dazu auch eine eigene Notfall-Hotline. Ein Notrufteam aus Ärzten und Toxikologen gibt rund um die Uhr Auskunft und steht beratend zur Seite. Von diesem Service profitieren nicht nur die Kunden und Verbraucher von Henkel. Durch eingehende Anfragen und die Beobachtung seiner Produkte im Markt kann das Unternehmen mögliche Probleme frühzeitig erkennen und die Erkenntnisse in die Produktentwicklung einfließen lassen.

Entwicklung alternativer Testmethoden

Tierversuche werden bei Henkel grundsätzlich nur eingesetzt, wenn rechtliche Bedingungen dies vorgeben und keine alternativen Prüfmethoden existieren, welche die entsprechenden Daten liefern. Um auch diese ersetzen zu können, forscht Henkel seit den 1980er Jahren erfolgreich an der Entwicklung von Alternativmethoden. So können viele Fragen zur Hautverträglichkeit von Inhaltsstoffen mittlerweile mithilfe von In-vitro-Tests untersucht werden. In-vitro-Tests, wie das von Henkel entwickelte Vollhautmodell, wurden in den letzten Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit externen Partnern als Ersatzmethoden für Tierversuche entwickelt und für Produktsicherheitstests anerkannt.

Bild Versuchsaufbau
Auf dieses von Henkel entwickelte Vollhautmodell können Substanzen aufgetragen und so deren Wirkung auf das Hautgewebe systematisch bewertet werden.

Letzte Aktualisierung: 8. März 2012