Vielfältige Initiativen zur Emissionsreduktion

Um unsere Logistik-Emissionen zu senken, arbeiten wir konzernweit an der Optimierung unserer Logistikstrukturen und -konzepte. Die Lage von Warenlagern und Verteilzentren soll die Distanz zwischen Standorten und Kunden auf ein Minimum reduzieren. Wo möglich, legen wir Transporte zwischen einzelnen Standorten und zu Zentrallagern zusammen, um unternehmensweit den Transportaufwand zu reduzieren. Hierzu kooperieren wir auch mit Handelspartnern und Anbietern ähnlicher Produkte, um die Lkw-Auslastung zu erhöhen. Besonders in Europa und den USA bauen wir den Anteil intermodaler Transportstrecken aus, mit dem Ziel, immer mehr Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Bereits in der Produktentwicklung berücksichtigen wir die Logistik: Konzentrate oder leichtere Verpackungen sparen Transportgewicht und damit CO2-Emissionen. Darüber hinaus suchen wir auch bei der Lagerung unserer Produkte sowie bei Geschäftsreisen und der Benutzung von Dienstwagen nach Verbesserungsmöglichkeiten:

Bereich Maßnahme
Logistik-Strukturen
  • Die 2010 begonnene Verlagerung der Kosmetiktransporte für den deutschen Markt auf die Bahn wurde ausgedehnt. Statt täglich fünf Bahnwagons werden jetzt acht Wagons für die Strecke vom Produktionswerk in Wassertrüdingen, Bayern ins Zwischenlager nach Monheim, Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Dies entspricht einer Entlastung der Straßen von über 20 Lkws täglich.
  • Intermodale Transporte: Seit 2008 arbeiten wir gemeinsam mit unseren europäischen Logistikpartnern schrittweise am Ausbau intermodaler Transportstrecken. Zum Beispiel erfolgt auch der Transport unserer Kosmetikprodukte nach Großbritannien seit 2011 aus der bestmöglichen Kombination aus Bahn und LKW. Auch in den USA bauen wir den Anteil intermodaler Transportstrecken weiter aus.
  • Die verstärkte Ansiedlung von Zulieferbetrieben „wall to wall“ mit unseren Fabriken vermeidet Transporte. Dies gilt besonders für die Verlagerung der Produktion von Verpackungsmitteln direkt an unsere Standorte. So geschehen zum Beispiel in Hazelton, USA, und in Levice, Slovenien. Hier haben sich Hersteller für Plastikverpackungen direkt neben unserem Werk beziehungsweise neben unseren Lohnherstellerbetrieben niedergelassen. Auch die Konfektionierung („Co-Packaging“) unserer Waschmittel für den osteuropäischen Markt findet seit 2011 direkt an unserem Zentrallager in Wien statt.
Synergien/Kooperationen
  • Ausbau des sogenannten „Pooling“, d.h. das gezielte Zusammenlegen von Transport und Lagerung von ähnlichen Produktkategorien zusammen mit anderen Anbietern bei einem Logistikdienstleister. Hiermit können Synergien bei Lagerung, Kommissionierung und Transport erreicht werden. So wird beispielsweise sichergestellt, dass nur vollständig beladene LKWs zu den Zentrallägern unserer Kunden fahren und der Anteil von Leerfahrten deutlich vermindert wird. Solche Gemeinschaftskonzepte hat Henkel mittlerweile Belgien, Tschechien, England und den skandinavischen Ländern umgesetzt.
  • Zentral koordinierter Logistik-Einkauf sowie die Zusammenlegung der Transportmengen von nahe gelegenen Henkel-Standorten erhöht das Sendegewicht und somit Lkw-Auslastung. Zum Beispiel durch die Zusammenlegung der Lageraktivitäten von Schwarzkopf und Henkel – also dem institutionellen Seifengeschäft sowie den Waschmittelgeschäften von Dial – in den USA konnte der Anteil von Leerfahrten und Teilladungen vermindert werden.
  • Logistikorientierte Rabattgestaltung, d.h. Einsparungen werden durch effiziente Ordermengen erreicht. Industrie und Handel teilen sich hierbei beispielsweise ganze oder halbe LKWs. In 2010 wurden diese Systeme bereits erfolgreich eingeführt, ein europäisches Rollout ist in den nächsten beiden Jahren geplant.
  • Um in der Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern weitere Optimierungspotenziale aufzudecken, beteiligen wir uns unter anderem an der europaweiten Initiative „Efficient Consumer Response“.
Produktoptimierungen
  • Produktoptimierungen hinsichtlich Gewicht und Volumen, soweit ohne Einschränkung von Leistung, Convenience und Stabilität möglich. Zum Beispiel Produktkonzentrate oder leichtere Verpackungsmaterialien sparen Transportgewicht und damit CO2-Emissionen. Ein Beispiel: Umstellung der US-Flüssigwaschmittelmarke Purex auf ein Konzentrat. Ergebnis: Vermeidung von rund 17.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen beim Transport pro Jahr durch reduziertes Produktvolumen.
  • Die Einführung einer Prüfstufe im Marketing-Entscheidungsprozess sorgt für den Abbau von Komplexität in unseren Produkten. Zum Beispiel führt die Nutzung von Basis-Formulierungen und ähnlichen Verpackungsmaterialien für unterschiedliche Marken und Länder zu geringerem Materialverbrauch und geringeren Abfällen, und damit auch zur Reduktion der zu transportierenden Mengen.
Geschäftsreisen/Firmenwagen
  • Durch den technischen Fortschritt sowie landesspezifisch die Definition von effizienten Referenzfahrzeugen oder CO2-Obergrenzen für neue Fahrzeugbestellungen konnten wir den CO2-Ausstoss pro Kilometer bei neu zugelassenen Firmenwagen seit einigen Jahren kontinuierlich senken.
  • Die absolute Menge an CO2-Emissionen verursacht durch unsere Dienstwagenflotte ist 2011 im Vergleich zu 2010 um 5 Prozent gesunken. Ausschlaggebend war vor allem die Reduktion der Flotte um rund 450 Autos.
  • Seit 2010 werden die monatlichen Gesamtkosten eines Firmenwagens getrennt nach Firmenrate und Eigenanteil des Mitarbeiters abgebildet. Durch die Erhöhung der Transparenz über die monatlich verursachten Benzinkosten wollen wir unsere Mitarbeiter zu effizienterem Fahrverhalten anregen.
  • Richtlinie zum Ersatz von Geschäfts- und Flugreisen durch Video- und Telefonkonferenzen.

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Letzte Aktualisierung: 8. März 2012