Logistikplanung für unterschiedliche Produkte

Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette schließt das Optimieren des Transports unserer Produkte ein. Konzernweit arbeiten wir an der Vereinfachung unserer Logistikstrukturen sowie an effizienten und umweltschonenden Transportkonzepten. Dabei ergibt sich unsere Logistikplanung meist aus der Art unserer zu transportierenden Endprodukte. Bei eher großvolumigen Produkten verringern wir durch regionale Produktionsstandorte die Transportwege und die damit verbundenen Umweltbelastungen. Dies gilt insbesondere für unsere Wasch- und Reinigungsmittel sowie einige Kosmetik- und Klebstoffprodukte. Bei vergleichsweise kompakten Produkten mit niedrigem spezifischem Gewicht fällt der Transportaufwand geringer aus, sodass diese möglichst zentral in großer Stückzahl produziert werden. So werden beispielsweise unsere Sekundenkleber lediglich an wenigen Standorten weltweit hergestellt.

Anforderungen an unsere Transportdienstleister

Der Transport unserer Produkte vom Produktionsstandort zum Lager sowie vom Lager zu den Kunden wird mittlerweile weltweit zu über 90 Prozent von externen Logistikunternehmen durchgeführt. Daher ist es für uns wichtig, bereits bei der Auswahl unserer Transportpartner auf Leistungen im Bereich Effizienz und Umwelt zu achten. Seit 2010 sind entsprechende Kriterien Teil unserer Anfrageprozesse und Ausschreibungen beim Einkauf von Logistikdienstleistungen, nach denen wir mögliche Anbieter systematisch bewerten. Dazu gehören die Definition von Energiesparzielen, Maßnahmen zur Modernisierung der Fahrzeugflotte sowie Investitionen in Programme zur Routenoptimierung oder Emissionserfassung. Die Abfrage der Kriterien soll zum einen unsere Erwartungen an umweltschonende Transportkonzepte verdeutlichen. Zum anderen berücksichtigen wir diese bei der Vergabe neuer Logistikaufträge.

Bessere Erfassung unserer Scope 3 Emissionen

Für unsere Produktion haben wir seit langem umfassende Umweltdatensysteme aufgebaut. Um auch die Emissionen durch Produkttransporte und Geschäftsreisen genauer zu erfassen, haben wir bereits vor einigen Jahren mit dem Aufbau entsprechender Datenerfassungssystems begonnen. Auswertungen auf Basis der verbesserten Erfassungs- und Berechnungssysteme haben ergeben, dass im Jahr 2011 durch den Transport unserer Produkte rund 630.000 Tonnen Kohlendioxid verursacht wurden. Die Emissionen durch unsere Geschäftsreisen lagen bei circa 92.000 Tonnen.

Um insbesondere bei der Erhebung von Transportemissionen Transparenz und Vergleichbarkeit sicherzustellen, beteiligen wir uns aktiv an der Diskussion zur Festlegung eines Standards bezüglich Methodik, Datengrundlagen und Systemgrenzen. Dabei arbeiten wir intensiv mit anderen Industrieunternehmen sowie mit unseren Logistikpartnern zusammen, auch zu den Themen Datenaustausch und Vermeidung von Mehrfacherhebungen. Die Verbesserung unserer Datenbasis hilft uns, die Wirkung eingeleiteter Maßnahmen zu überprüfen und den steigenden Datenanfragen von Industrie- und Handelskunden zu begegnen.

Produkttransporte nach Verkehrsträgern

Grafik Produkttransporte nach Verkehrsträgern
1Der Luftweg gehört nicht zu unseren standardmäßigen Transportwegen. Er wird nur genutzt, wenn für unsere Kunden ein sehr schneller Transport notwendig ist.

Letzte Aktualisierung: 8. März 2012