Ergebnisse unserer Auditprogramme

Die Einhaltung unserer Codes und Standards prüfen wir durch regelmäßige Audits an unseren Produktions- und Verwaltungsstandorten sowie zunehmend auch bei Lohnherstellern und in Logistikzentren. Die Audits sind ein wichtiges Instrument, um Risiken zu identifizieren und Verbesserungspotenziale ausfindig zu machen. Ziel ist es, Henkel noch besser, effizienter und sicherer zu machen. 2011 haben wir weltweit 62 Audits durchgeführt. Im Zug der Audits wurden insgesamt 1.586 Korrekturmaßnahmen vereinbart. Ein Schwerpunkt lag 2011 auf den Themen Einkauf sowie den Schnittstellen zwischen unseren Verbundenen Unternehmen und unseren Shared Service Centern.

Die Standards zu Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SHE) haben wir an 35 Standorten überprüft. 256 Optimierungsmaßnahmen haben wir daraufhin initiiert, zum Beispiel die vorgeschriebene Kennzeichnung von Rohstoffen und Materialien, die Lagerhaltung oder auch das schnelle Erreichen von Fluchttüren.

Die Einhaltung unserer Sozialstandards und unserer Diversity & Inclusion-Richtlinie war integrierter Teil unserer Audits an 18 Standorten: in China, Frankreich, Indien, in Indonesien, Iran, auf den Philippinen, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Thailand, Tschechien, und den USA.

Alle Auditergebnisse, inklusive der Überprüfung unserer SHE- und Sozialstandards, werden im Rahmen des jährlichen Compliance-Berichts direkt an den Vorstand von Henkel berichtet.

Kartellverstöße im Waschmittelmarkt

Henkel ist in Verfahren verschiedener Kartellbehörden in Europa involviert. Der Grund sind Kartellverstöße, die teilweise mehr als zehn Jahre zurückliegen. Soweit Henkel die Verstöße bei internen Audits selbst festgestellt hat, wurden diese den zuständigen Behörden unmittelbar gemeldet. In allen Verfahren hat Henkel aktiv mit den zuständigen Behörden kooperiert.

Als Reaktion auf die Vorfälle haben wir in den vergangenen Jahren bereits weitreichende Maßnahmen ergriffen, um Kartellrechtsverstöße aufzuklären und zukünftig zu verhindern. So haben wir im Jahr 2007 die bis dahin dezentralen Abteilungen in einer zentral geführten und weltweit zuständigen Compliance-Organisation zusammengeführt. Zudem besteht seitdem für unsere Mitarbeiter zusätzlich zu den internen Berichts- und Beschwerdewegen die Möglichkeit, Hinweise auf Verstöße gegen unsere Codes und Standards über eine „Compliance Hotline“ mitzuteilen. Diese wird von einem unabhängigen, externen Anbieter betrieben und ist mittlerweile in 73 Ländern verfügbar.

Bei den internen Audits haben wir das Thema Compliance verstärkt berücksichtigt und das Trainingsangebot ausgebaut – besonders für die Bereiche Marketing und Vertrieb, in denen das Thema Kartellrecht von besonderer Relevanz ist. So haben wir 2011 erneut weltweit rund 800 Mitarbeiter in Seminaren geschult.

Letzte Aktualisierung: 8. März 2012